Über die Arbeit: Not Alone
Vorwort
„Ich war niemals allein, aber immer einsam“.Die Arbeit „Not Alone“ realisierte ich im Zeitraum von März 2020 bis Mai 2023. Wenn ich mein Werk in einem Satz erklären müsste, würde ich sage: „Was in einer pandemischen Ausnahmesituation begann, entwickelte sich von einer eher überwiegend gesellschaftlichen sowie politischen Auseinandersetzung zu einer sehr persönlichen Suche nach mir selbst, der Welt um mich herum und dieser Welt in mir“.
Wenn ich ehrlich bin, ist dies das erste Mal, dass ich so einen ausführlichen und umfangreichen Text zu einer meiner Werke verfasst habe. Warum ich das tat, kann ich nicht wirklich erklären. So wie ich vieles in dieser Welt eigentlich nicht erklären kann, oder das Gefühl habe es nicht mehr erklären zu können. Vielleicht habe ich diesen Text geschrieben, weil das Medium Fotografie, für mich nicht alles so kommunizieren und vermitteln kann, wie ich mir das vorstelle. Aber viellicht geht es auch gar nicht um das „kann“ oder „kann nicht“. Möglicherweise ist es einfach eine andere Sprache oder eine andere Form, welche besser zu dem passt, was mich emotional bewegte, und für das ich ein passendes Format zum Ausdrücken benötigte. Der Text ist stellenweise traurig, wütend, absurd, sarkastisch, aber auch lustig, liebevoll und ehrlich, wie ich finde.
Ich gebe selbst zu, dass ich selbst mir eher selten umfassende Texte zu Arbeiten durchlese. Aber in diesem Fall handelt es sich nicht um theoretische Abhandlungen oder wissenschaftliche Erklärungsansätze über das, womit ich mich, und schlußendlich Sie konfrontiere. Ich versuche mit den Worten und Bildern das zusammenzufassen und zu vermitteln, was mich im Guten und Schlechten bewegt, prägt und gleichermaßen quält.
Sie werden später, am Ende dieses Werkes vermutlich gut nachvollziehen können, wenn ich nun sage: „ich weiß noch immer nicht, wie ich mit dem Haufen Scherben eigentlich umgehen soll“.
Florian Albrecht-Schoeck, Januar 2023
Einige Ansichten aus der Fotobuch-Edition











