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Die KI-Fotografie-Bilder beziehen sich dabei auf einen von mir geschriebenen Text, welcher durch verschiedene Sprach-Modelle modifiziert und erweitert wurde. Außerdem bauen die Bilder auf zwei LoRa Modellen von mir auf: eines mit dem Stil wie ich damals analog fotografierte und eines mit verschiedenen Materialien, aus denen ich meine “Neue Welt” aktuell baue.

Die KI ist mein neuer Schlafsack zum „Entwickeln“ von Bildern geworden!

Zunächst ist es erst mal wichtig, um die Aussage mit der KI und dem Schlafsack zu verstehen, Folgendes von mir zu wissen: Als ich im Jahre 2008 mit dem Medium Fotografie begann zu arbeiten, wurde aus einem bis heute nicht wirklich geklärten Grund, ein Schlafsack zu meiner Dunkelkammer. Die Folgen meiner recht unkonventionellen Art und Weise, die Fotografie-Negative so zu entwickeln, gehörten von Anfang an zu meinem künstlerischen Prozess. Für mich war es einfach normal, egal wo ich war, meine Bilder vor Ort unter dem Schlafsack zu entwickeln. Dies war für mich genauso selbstverständlich, wie beim Fotografieren gänzlich auf Lichtmesser zu verzichten, oder die Temperatur sowie das Mischverhältnis von Wasser und Schwarz-Weiß-Fotochemie zu prüfen. Ich arbeitete von Anfang intuitiv, so wie es für mich richtig anfühlte. Die Basis dafür und vor allem den Mut zu haben, arbeiten zu wollen, so wie ich es möchte, habe ich Clemens Mitscher zu verdanken, dies muss ich an dieser Stelle hier ansprechen. Bei Clemens Mitscher machte ich vor mittlerweile über 15 Jahren, ich noch als Kunststudent, meinen ersten Fotografie-Kurs an der HfG-Offenbach. Als Lehrer für besondere Aufgaben im Fotopool der HfG-Offenbach leitete er im Jahr 2008 einen Kurs, bei dem ich meine bewusste erste Konfrontation mit dem Medium Fotografie hatte. Bei Clemens habe ich gelernt, dass es für mich das Richtige war, so zu arbeiten, wie ich es möchte. Jedoch versuche ich mich immer wieder zu hinterfragen, kritisch zu sein, aber gleichermaßen mutig, und alle gängigen Konventionen, falls nötig, über Bord zu werfen. Kein Mensch hat mir so sehr in meiner künstlerischen Entwicklung geholfen und mich weit über mein Studium hinaus begleitet wie Clemens Mitscher, das muss ich an dieser Stelle auch erwähnen. Leider ist Clemens zu Beginn dieses Jahres, nach schwerer Krankheit von uns gegangen. Für mich fehlt seitdem nicht nur ein Freund, sondern unserer Welt ein Mensch, von dessen Mut und Moral, viele Akteure auf diesem Planeten sich mal etwas abschauen sollten.
Weil ich nun mittlerweile selbst in der Situation bin, in der Lehre an einer Kunstschule als Künstlerischer-Mitarbeiter Verantwortung zu tragen, versuche ich so gut ich kann, das zu vermitteln, wie Clemens mir damals: Dass man nicht alleine auf dieser Welt ist und auch relevant und wichtig ist, auch wenn die Umwelt einem einen anderen Eindruck oftmals vermittelt. Mut zu haben und gleichermaßen kritisch zu sein. So zu sein, wie man ist, und dies immer auch zu reflektieren. In meinen Augen geht es erst mal darum, Kunst zu machen, für sich als Mensch, Mittel und Wege zu finden, um etwas auszudrücken, dies bewusst oder auch unbewusst. Alles andere kann sich in beliebiger Reihenfolge dahinter gerne erst mal anstellen. Clemens: falls es gegen meine Erwartungen doch ein Himmel, Jenseits oder Ähnliches geben sollte, und aus welchen Gründen auch immer, dies hier gerade liest: Ich habe es dir ja persönlich sagen können, aber immer wieder gerne: „Danke für alles,”.

Ich weiß, was ich tue, das Ergebnis ist offen und es fühlt sich richtig an.
Ich muss zugeben, dass es mir schwerfällt, nach dem ersten sehr emotionalen Teil, jetzt die Kurve wiederzubekommen. Aber es muss weitergehen, bis es auch bei mir eines Tages vorbeigeht. Das ist leider der Weg der Dinge.

Einige Personen werden jetzt vermutlich auch wütend, die Hände über den Kopf zusammenschlagen: Aber ich sehe viele Parallelen zwischen einem analogen Schwarz-Weiß-Fotografie-Entwicklungsprozess und einem digitalen Machine-Learning Bilder Erstellen bzw. Entwicklungsprozess. Was ich in den folgenden Schritten mal kurz skizziere, baut natürlich auf meiner Art und Weise auf, mit Fotografie und KI zu arbeiten. Bei KI nutze ich keine Anbieter oder Services. Die Grundlage sind Modelle, welche auf Plattformen wie Huggingface zu finden sind, und als User Interface in Form eines Servers, welcher auf meinem Rechner läuft, Einfluss auf die zahlreichen Modelle zu nehmen. Ich nutze dafür überwiegend ComfyUI aktuell. An dieser Stelle würde es den Rahmen sprengen, auch auf diese Arbeitsweisen und Techniken im Detail einzugehen. Aber damit man sich mal ein Bild machen kann, so sieht aktuell ein Arbeitsablauf zum Erstellen von Bildern bei mir auf dem Rechner mit dem Node-basierten ComfyUI aus:

Aus diesem Arbeitsablauf sind folgende Bilder entstanden. Dazu: Die KI-Fotografie-Bilder beziehen sich dabei auf einen von mir geschriebenen Text, welcher durch verschiedene Sprach-Modelle modifiziert und erweitert wurde. Außerdem bauen die Bilder auf zwei LoRa Modellen von mir auf: eines mit dem Stil wie ich damals analog fotografierte und eines mit verschiedenen Materialien, aus denen ich meine “Neue Welt” aktuell baue: